MITEINANDER & FÜREINANDER: Gemeinsame KARTOFFELERNTE auf der KLEINenFARM
Eingereicht von: KLEINeFARM
Wir wollten bei der gemeinsamen Kartoffelernte einerseits die verschiedenen Menschen, die uns über das letzte Jahr begleitet haben, und andererseits neue Menschen, die an unserem Projekt interessiert sind, zusammenbringen und mit diesen gemeinsam die Kartoffeln für die Gemeinschaft ernten.
Wir betonen gerne, dass wir kein “normaler” Hof sind, wo von Landarbeitern für anonyme Konsumenten geerntet wird. Daraus entstand die Idee, Menschen einzuladen, eine anstrenge Arbeit mit uns gemeinsam zu tragen. So wurde aus diesem Erntetag eine wunderschöne gemeinsam erlebte Zeit am Feld. Die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft wurde so erleb- und spürbar.
Nach einer kurzen Einführung in die Kulturführung der Kartoffeln und unsere Sortenvielfalt ging es an die gemeinsame Arbeit. Bunte Menschen, die schwitzend in interessante Gespräche verwickelt waren, Kinder liefen herum, wie auf der Suche nach Ostereiern, es wurde diskutiert und politisiert am Feld, geplant und von den letzten UUrlauben erzählt. Und fast wie nebenbei waren drei Stunden später 700 kg Erdäpfel im Erdkeller und wir sprangen in den Teich, um uns abzukühlen und den Schweiß abzuwaschen.
In der Sommerküche wurden dann die Kartoffeln geschnitten und im Rohr mit Olivenöl gebacken, dazu gab’s griechischen Salat, Gegrilltes und andere gute Saucen und Salate. Zum Schluss wurden die verschiedenen Kartoffelsorten verkosten und der Abend klang dann mit gemütlichem Zusammensitzen aus.
Viel (Hand)arbeit fließt in jede Kultur, in jedes Stück Gemüse in die Ernteanteile der KLEINenFARM. Arbeit, die wir gerne erledigen. Trotzdem ist es uns wichtig, dass die Menschen, bestehende ErnteanteilnehmerInnen und auch interessierte Menschen, auch ein Bewusstsein dafür bekommen, wie viel Arbeit hinter einem samenfesten Gemüseanbau, wie wir in betreiben, steckt. Die aktive Mitarbeit auf dem Hof vermittelt unsere Arbeitsrealität, wie kein Gespräch es könnte. Deshalb finden wir es wichtig, dass ErnteanteilsnehmerInnen und die, die gerne teilnehmen würden, hier am Hof in die Arbeit eintauchen, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.
Gemeinschaftsgetragen bedeutet herauszutreten aus der passiven Anonymität des modernen Konsumenten hinein in eine aktive Teilhabe an einem Hof, einem Stück Erde.
Dass dies hier an Tagen wie der gemeinsamen Kartoffelernte Realität wird, ist ein ganz wesentlicher Aspekt der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft und erweitert das Bewusstsein der Menschen für die landwirtschaftliche Arbeit. Ein weiterer wichtiger Aspekt war auch die Stärkung der Gemeinschaft untereinander, da man während der Arbeit am Feld leicht ins Reden kommt und dadurch viel lebhafter Austausch und Kommunikation entstand.
Das Highlight:
Das schönste an dem Tag war, wie stolz die Menschen waren, etwas für sich und andere geerntet zu haben und wie ermächtigend dies für die Einzelnen ist, etwas beizutragen - für sich und für andere.
