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265 Pflegemütter und –väter wurden für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet

Soziallandesrätin Doris Kampus verlieh erstmals das Soziale Herz Steiermark

Graz, 06. November 2019

Soziale Herzen: Landesrätin Doris Kampus dankte den Pflegeeltern und verlieh jenen, die sie schon länger als zehn Jahre in den Dienst der guten Sache stellen, eine Auszeichnung. © Land Steiermark
Soziale Herzen: Landesrätin Doris Kampus dankte den Pflegeeltern und verlieh jenen, die sie schon länger als zehn Jahre in den Dienst der guten Sache stellen, eine Auszeichnung.
© Land Steiermark

Pflegefamilien bieten ihren Kindern etwas, das ihnen die leiblichen Eltern - aus welchen Gründen auch immer - nicht geben können: ein stabiles Zuhause, das ein gesundes, glückliches und liebevolles Aufwachsen ermöglicht. Wie in jeder anderen Familie liegen auch in Pflegefamilien Glück und Stolz, Ärger und Frust nah beieinander. „Als Mutter dreier Kinder weiß ich, dass Erziehung eine Aufgabe ist, die viel Geduld und Verständnis erfordert, die aber auch mit Liebe bedankt wird", betonte Soziallandesrätin Doris Kampus, die sich bei 265 Pflegemüttern und -vätern für zehn und mehr Jahre außergewöhnliches Engagement bedankt hat. Ihnen wurde bei einem eigenen Empfang im Rittersaal des Landhauses das Sozial Herz Steiermark verliehen. Kampus an die Adresse der ersten Preisträgerinnen und -träger: „Das war wirklich schon überfällig. Immerhin beeinflussen die Pflegeeltern mit dem, was sie leisten, das Leben ihrer Kinder nachhaltig. Da ist ein Dankeschön mehr als angebracht!"

Für eine gesunde Entwicklung benötigen Kinder nicht nur Sicherheit und adäquate Versorgung, sondern auch Kontinuität und vor allem Liebe. Eine Aufgabe, die manche Eltern in besonderer Weise herausfordert. Insbesondere dann, wenn es komplexe Probleme zu bewältigen gibt. In solchen Fällen tritt das Land Steiermark auf den Plan: „Im Fokus all unserer Bestrebungen steht dabei immer der Verbleib des Kindes bei den leiblichen Eltern", erklärte Soziallandesrätin Doris Kampus.

Doch manchmal ist ein Verbleib in der Familie schlichtweg unmöglich: „Dann wird das Kind meist - in über 93,4 Prozent aller Fälle - auf Grundlage einer Vereinbarung mit den leiblichen Eltern fremduntergebracht. Besonders wichtig ist mir dabei, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche in einem Familienverband aufwachsen können", betonte Kampus. Nicht umsonst ist die Steiermark auch das einzige Bundesland, in dem mehr Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien betreut werden als in Einrichtungen.

Verleihung des Sozialen Herzens

Beim Empfang und der Verleihung des Sozialen Herzen Steiermark am Mittwoch, dem 6. November im Landhaus, dankte Soziallandesrätin Doris Kampus den 170 Pflegefamilien für ihren unermüdlichen Einsatz: „Vor allem angesichts des großartigen Beitrags, den sie tagtäglich erbringen, wird viel zu selten Danke gesagt. Mit viel Geduld, Herz und Liebe beeinflussen sie das Leben ihrer Pflegekinder nachhaltig. Das verdient eine entsprechende Würdigung."

Rund  90 Pflegeeltern, die sich bereits mehr als zehn Jahre in den Dienst der guten Sache stellen, verlieh Kampus das Soziale Herz persönlich. Jene, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, erhalten ihre Auszeichnung per Postweg. Ein besonderer Dank erging dabei an Renate Bayer aus Ardning in der Obersteiermark: Sie ist bereits seit 34 Jahren als Pflegeperson tätig.

Hergestellt wurden die Sozialen Herzen Steiermark von Menschen mit Behinderung. Aus steirischem Holz gefertigt, stehen die schlichten Auszeichnungen in Herzform - wie eben Holz - für das nachhaltige Engagement, zu dem sich die Pflegefamilien bekannt haben und bekennen.

„Mir ist bewusst, dass weder Eltern noch Pflegeperson sein nicht immer ein Zuckerschlecken ist - aber ich bin mir sicher: Ein Leben ohne unsere Kinder können, nein, möchten wir uns nicht mehr vorstellen", so Kampus abschließend.

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