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Kampus: „Die Aktion 20.000 ist ein großer Erfolg“

Graz, 21. Juni 2019

Landesrätin Mag.a Doris Kampus © Peter Drechsler / Land Steiermark
Landesrätin Mag.a Doris Kampus
© Peter Drechsler / Land Steiermark

In wenigen Tagen, am 30. Juni dieses Jahres, geht die Aktion 20.000 nach dem Willen der abgetretenen Bundesregierung zu Ende, obwohl sie eine überdurchschnittliche Behalte- bzw. Vermittlungsquote aufweist. „Die Aktion 20.000 war und ist ein großer Erfolg und muss fortgesetzt werden", fordert Soziallandesrätin Doris Kampus unter Verweis auf aktuelle Zahlen. Von jenen 561 Personen, die aktuell in der Steiermark beschäftigt werden, werden 138 von ihren Dienstgebern übernommen. „Das ist eine Erfolgsquote von fast 25 Prozent und somit ein hervorragender Wert", betont Kampus. Die steirische Soziallandesrätin appelliert daher an Sozialministerin Brigitte Zarfl, eine Fortführung des arbeitsmarktpolitischen Erfolgsmodells zu prüfen.

 

Fast 1.000 Menschen in der Steiermark haben in den vergangenen 18 Monate von der Aktion 20.000 profitiert und einen Job gehabt. Aktuell sind 561 Menschen über diese Aktion beschäftigt. „Erfreulich ist, dass 138 Frauen und Männer ihren Arbeitsplatz behalten, weil sie von ihrem Dienstgeber weiter beschäftigt werden", unterstreicht Soziallandesrätin Doris Kampus. Für knapp 400 Menschen ist aber die berufliche Zukunft ungewiss. Kampus: „Mein Appell an die Sozialministerin lautet, die Fortführung der Aktion 20.000 dringend zu prüfen."

 

Zum einen zeigen, so Kampus, die steirischen Zahlen, dass es sich um ein arbeitsmarktpolitisches Erfolgsmodell handelt. In den Pilotregionen der Weststeiermark ist die Arbeitslosigkeit unter älteren Menschen über 50 Jahren überdurchschnittlich stark zurückgegangen - teilweise um bis zu 50 Prozent. „Zum anderen sind die Erfahrungen sowohl der Dienstgeber als auch der Dienstnehmer sehr positiv", verweist Kampus auf Stellungnahmen aus Gemeinden, Unternehmen sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.  

 

Dank und Aufruf an Arbeitgeber

 

Kampus bedankt sich bei jenen Arbeitgebern, die den betroffenen Menschen die Chance der Weiterbeschäftigung geben werden. „Ich möchte insbesondere alle anderen Dienstgeber bitten, die Möglichkeit einer weiteren Beschäftigung noch einmal genau zu prüfen", hebt Kampus hervor. Wer aufgrund des politisch erzwungenen Endes der Aktion 20.000 den Arbeitsplatz verliert, sollte sich umgehend beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vormerken lassen.

 

Fortgeführt wird erfreulicherweise das Aktion 20.000-Projekt „Alltagsbegleiter", womit eine Versorgungslücke zwischen Hauskranken- und 24-Stunden-Pflege geschlossen werden soll. Langzeitarbeitslose wurden für den Begleitungsdienst geschult, im Vorjahr wurden 104 Personen vermittelt. Wegen der großen Nachfrage übernimmt das Land auf Antrag von Gesundheits- und Pflegelandesrat Christopher Drexler die Kosten in der Höhe von 1,5 Millionen Euro  bis Jahresende. Auch die Kostenübernahme für das Jahr 2020 ist im Budget bereits geplant.

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