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Kampus: „Arbeit muss für alle Menschen möglich sein“

Soziallandesrätin Doris Kampus unterstützt Lebenshilfe-Forderung „Gehalt statt Taschengeld“

Graz, 02. Mai 2019

Soziallandesrätin Doris Kampus stellte beim Empfang einer Lebenshilfe-Delegation klar: „Mittelfristig will ich eine Arbeitswelt, die offen für alle Menschen ist.“ © Land Steiermark/Drechsler
Soziallandesrätin Doris Kampus stellte beim Empfang einer Lebenshilfe-Delegation klar: „Mittelfristig will ich eine Arbeitswelt, die offen für alle Menschen ist.“
© Land Steiermark/Drechsler

„Menschen mit Behinderung müssen mittelfristig in der Arbeitswelt sozialpolitisch völlig gleichgestellt werden und gleichberechtigt sein", betonte Soziallandesrätin Doris Kampus anlässlich eines Besuches einer Delegation der steirischen Lebenshilfe, die die Forderung „Gehalt statt Taschengeld" in einem Dialogpapier begründet. „Ich unterstütze dieses Ziel zu 100 Prozent", versicherte Kampus gegenüber den Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern Hanna Kamrat, Daniel Gamsweger und Nicole Braunstein. Kampus weiter: „Wenn es um die arbeits- und sozialrechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderung geht, ist der Bund dringend aufgefordert, hier aktiv zu werden." Elisabeth Ginthör-Kalcsics, die Präsidentin der Lebenshilfe, und Generalsekretärin Regina Senarclens de Grancy bedankten sich für die Unterstützung: „Unsere Initiative wird erfreulich breit mitgetragen."

„Ich will eine Arbeitswelt, die alle einschließt. Das ist mein sozialpolitisches Ziel", unterstrich Soziallandesrätin Doris Kampus, dass sie die Forderungen der Lebenshilfe inhaltlich unterstützt. Die Sozialministerin ist demnach aufgefordert, die arbeits- und vor allem sozialrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen mit Behinderung Gehalt und in weiterer Folge eine staatliche Pension beziehen können. In ihrem Dialogpapier fordert die Lebenshilfe, „Existenz, Chancen und Teilhabe von Menschen mit intellektuellen Behinderungen zu sichern". Kampus bekannte sich zu diesem Ziel: „Dafür kämpfen wir gemeinsam, auch wenn wir wissen, dass es schwierig ist."

In diesem Zusammenhang verwies die Soziallandesrätin auf innovative Arbeitsmarktprojekte in der Steiermark wie zum Beispiel „Step by step", das gemeinsam mit der Lebenshilfe umgesetzt wird. Dabei haben Menschen mit Behinderung und Unternehmen die Möglichkeit herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit klappt. Der große Vorteil ist, dass es eine längere Testphase gibt und nicht der Verlust von Sozialleistungen droht, wenn eine Anstellung doch nicht zustande kommt. Geplant ist es, steiermarkweit vorerst 100 solcher Arbeitsplätze zu schaffen.

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