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77 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der geldWERKstatt erhielten ihre Zertifikate

Land Steiermark und Schuldnerberatung setzen mit erfolgreicher Finanzbildungsoffensive für junge Steirerinnen und Steirer einen Standard

Graz, 25.03.2019

geldWERKstatt Gruppenbild 
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geldWERKstatt Veranstaltung 
geldWERKstatt Veranstaltung

Trainerinnen und Trainer der Schuldnerberatung haben im Auftrag des Sozialressorts und des Bildungs- und Jugendressorts des Landes Steiermark in dreistündigen Workshops den Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Rüstzeug für einen soliden Start ins eigenständige Finanzleben vermittelt. Montagvormittag erhielten nun 77 Absolventinnen und Absolventen der geldWERKstatt - Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschulen Graz 1 und Graz 2 - im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Rittersaal des Landhauses ihre Zertifikate. Verliehen wurden die Auszeichnungen von Soziallandesrätin Doris Kampus und Jugend- und Bildungslandesrätin Ursula Lackner. Danach gab es eine Führung das Landhaus mit Landtagsdirektor Maximilian Weiss.

„Schulden sind ein ganz schlechter Start ins Leben. Einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld kann man aber lernen", betonte Soziallandesrätin Doris Kampus im Rahmen der Verleihung.  „Diese Initiative unterstützt die Schulen dabei, Jugendliche auf ein eigenständiges, selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben vorzubereiten", hob Bildungs- und Jugendlandesrätin Ursula Lackner.  „Das Angebot richtet sich an Berufsschülerinnen und -schüler, die als Lehrlinge bereits mehr Geld zur Verfügung haben als der Durchschnitt der Altersgruppe", unterstrich Christof Lösch, der Geschäftsführer der Schuldnerberatung. 

Das neue Handy auf Kredit, das erste Auto auf Leasing oder auch die eigene Wohnung samt Kaution und Einrichtung? Laut Expertinnen und Experten der Schuldnerberatung gibt es für Jugendliche eine Reihe von „Schuldenfallen", die den Start in ein eigenständiges Finanzleben mitunter schwierig machen. Deshalb setzt die Schuldnerberatung mit dem Projekt geldWERKstatt  auf Prävention mit dem Fokus auf Berufsschülerinnen und -schüler. In dreistündigen, interaktiven Workshops geht es um die großen Fragen rund ums Geld - von den rechtlichen Basisinfos über Kredit bis zu versteckten Schulden und natürlich Sparen.

„Für fast alle Jugendlichen ist Geld ein großes Thema. Alle Zahlen zeigen, dass die Grundlage für große finanzielle Probleme schon oft in ganz jungen Jahren entstehen", verwies Soziallandesrätin Doris Kampus auf die „nachhaltige Wirkung" von Schulden: Ein Kredit sei schnell abgeschlossen, die Rückzahlung aber dann eine langfristige Verpflichtung. Kampus: „Wer sich schon früh finanziell übernimmt, startet mit einem schweren Rucksack ins Leben."

„Es ist Aufgabe der Schule, Kinder und Jugendliche so auf die Zukunft vorzubereiten, dass sie ein gutes, selbstbestimmtes Leben führen können. Dazu gehört nicht nur die ,klassische‘ Bildung, sondern viel mehr", betonte Bildungs- und Jugendlandesrätin Ursula Lackner. „So ist es auch wichtig, gerade jenen Jugendlichen, die in der Lehre plötzlich ihr eigenes Geld verdienen, dabei zu unterstützen, mit den Finanzen verantwortungsbewusst umzugehen. Dieses Projekt ist den Schulen dabei eine wertvolle Hilfe."

Insgesamt fanden im Schuljahr 2018/2019 landesweit 19 Workshops statt. Bis einschließlich der Vorwoche haben 359 Lehrlinge teilgenommen. Parallel dazu gab es an der Pädagogischen Hochschule Fortbildungsveranstaltungen für die Berufsschullehrerinnen und -lehrer. Das Feedback war sehr positiv. „Die Workshops waren sehr praxisorientiert, sehr kompetent und sollten weiterhin angeboten werden", so das Feedback. „Mega-interessant, sehr informativ und gut für die Zukunftsplanung", lautete das Feedback von Schülerinnen und Schülern zur geldWERKstatt.

Die Entscheidung, sich auf Lehrlinge zu konzentrieren, leitet sich aus den Zahlen der Schuldnerberatung ab: 87 Prozent der Klientinnen und Klienten haben einen Pflichtschulabschluss oder eine berufsbildende Schule absolviert. Die Schuldnerberatung will daher besonders Lehrlinge in Berufen mit saisonbedingter Arbeitslosigkeit, geringem Einkommen und auch zukünftige Selbstständige in ihrer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit stärken.

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