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Kampus: „Inklusion ist eines meiner wichtigsten Ziele“

Tag der Inklusion: Soziallandesrätin verweist auf Initiative für mehr Jobs

Graz, 04. Mai 2018

Soziallandesrätin Doris Kampus © Scheriau
Soziallandesrätin Doris Kampus
© Scheriau
Soziallandesrätin Doris Kampus zum Tag der Inklusion: Mehr Jobs für Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt ist eines meiner wichtigsten politischen Ziele. © Scheriau
Soziallandesrätin Doris Kampus zum Tag der Inklusion: Mehr Jobs für Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt ist eines meiner wichtigsten politischen Ziele.
© Scheriau

Der 5. Mai ist jener Tag, der im Zeichen der Inklusion von Menschen mit Behinderung steht. Europaweit, in Österreich und auch in der Steiermark finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die dieses wichtige gesellschaftliche Anliegen in den Mittelpunkt rücken. „Ich begrüße alle diese Anstrengungen, hoffe aber sehr, dass wir einmal keinen speziellen Tag dafür mehr brauchen werden", betont Soziallandesrätin Doris Kampus. Sie  verweist in diesem Zusammenhang besonders auf das Sechs-Punkte-Paket für mehr Beschäftigung für Menschen mit Behinderung, das in der Steiermark auf den Weg gebracht wurde. Die Partnerschaft Inklusion, die Kampus ins Leben gerufen hat, bezeichnet die Landesrätin als „wichtiges Forum des Dialogs, in dem neue Zugänge entwickelt werden".

Während die Bundesregierung das Taschengeld, das Menschen mit Behinderung in Tageswerkstätten, anpassen will, geht die Steiermark andere, innovative Wege, wenn es um einen inklusiven Arbeitsmarkt geht. Soziallandesrätin Doris Kampus hat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ein Sechs-Punkte-Pakete für einen inklusiven Arbeitsmarkt vereinbart, das mehr Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt integrieren soll. „Menschen mit Einschränkungen haben große Potenziale, die oft nicht gesehen werden", unterstreicht Kampus. Positive Signale kommen auch von der Wirtschaftskammer, die dieses Anliegen unterstützt. Kürzlich kamen auch 250 Akteurinnen und Akteure in Graz zur ersten internationalen Konferenz zu diesem Thema zusammen.

„Arbeit ist für alle Menschen wichtig, aber besonders für Menschen mit Behinderung", betont Soziallandesrätin Kampus. Und weiter: „In der Behindertenpolitik nehmen wir uns in der Steiermark die besten europäischen Modelle zum Vorbild." Es sei wichtig, hier Hürden für und in Unternehmen abzubauen. Menschen mit Behinderung, aber auch Unternehmen würden von einem neuen Miteinander profitieren. Das Maßnahmenpaket sieht unter anderem eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung, eine eigene WK-Hotline, innovative Ausbildungsformate und Arbeitsmodelle mit Trägereinrichtungen sowie neue integrative Kriterien bei der Vergabe  von Förderungen des Sozialressorts vor. 2020 werden zudem die Euroskills in Graz in einem inklusiven Umfeld stattfinden.

Der inklusive Arbeitsmarkt ist auch eine Forderung, die von der Partnerschaft Inklusion unterstützt wird. Dieses Gremiun hat die Soziallandesrätin ins Leben gerufen, um alle Akteurinnen und  Akteure aus dem Bereich der Behindertenhilfe an einen Tisch zu bringen und damit ein Forum für den qualifizierten Dialog zu schaffen.

Fortschritte gibt es in der Behindertenhilfe in der Steiermark aber nicht nur im Bereich Arbeit, so Kampus zum Tag der Inklusion, den sie selbst mit einem Besuch einer Veranstaltung von Behindertensportlerinnen und -sportlerin in Judendorf-Straßengel verbringen wird: „Es gibt in vielen Bereichen spürbare Verbesserungen. So ist es gelungen, das Betreuungsangebot in den Regionen um 170 Plätze weiter auszubauen. Im Bereich der Schulassistenz werden gemeinsam mit dem Bildungsressort im Rahmen eines Pilotprojektes neue Wege beschritten. Neu sind auch die regionalen Beratungszentren, wo Menschen mit Behinderung rasch und einfach alle Informationen erhalten werden."

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