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Arbeitsmarkt: „Aktion 20.000 muss bleiben!“

Kampus: Daten belegen Sinnhaftigkeit der Job-Einstiegshilfe für Ältere

Graz, 01. Dezember 2017

Seit einem Jahr sinkt in der Steiermark die Anzahl der Arbeitslosen kontinuierlich. Mit einem Rückgang von 15,1 Prozent ist die Grüne Mark einmal mehr österreichischer Spitzenreiter - der Österreich-Schnitt liegt im November bei einem Minus von 8,1 Prozent. Eine Zielgruppe allerdings profitiert nur in geringem Maße davon, dass der Konjunktur-Motor wieder auf volle Touren geraten ist - nämlich Langzeitarbeitslose über 50 Jahre. Die steirische Soziallandesrätin Doris Kampus fordert daher die künftige Bundesregierung auf, die „Aktion 20.000" beizubehalten.

 In Juli wurde die „Aktion 20.000", eine Beschäftigungs-Initiative für ältere Langzeitarbeitslose, in ausgesuchten Modell-Regionen gestartet, ab nächstem Jahr sollte sie dann flächendeckend in der ganzen Steiermark umgesetzt werden. Im Zuge der Koalitionsverhandlungen mehren sich allerdings die Stimmen, die diese Initiative in Frage stellen. 

Die steirische Soziallandesrätin Doris Kampus warnt aber davor, die „Aktion 20.000" wieder einzustellen. „Während steiermarkweit die Arbeitslosigkeit um mehr als 15 Prozent zurückgegangen ist, hinkt die Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen mit einem Minus von nur 3,5 Prozent weit hinterher - dass das auch anders geht, beweisen die Daten aus unserer Modell-Region Weststeiermark, wo die Aktion 20.000 bereits seit fünf Monaten läuft", erklärt Kampus. So sei im November im Bezirk Deutschlandsberg die Anzahl der älteren Arbeitslosen um 25,3 Prozent zurückgegangen, im Bezirk Voitsberg beträgt das Minus gar 48,3 Prozent. Insgesamt konnten dadurch in der Modell-Region bereits 221 Menschen in Beschäftigung gebracht werden.

 „Angesichts dieser Zahlen die Sinnhaftigkeit dieser Beschäftigungsaktion in Frage zu stellen, ist nicht nachzuvollziehen", betont Kampus, die eine Bestandsgarantie für die „Aktion 20.000" von der künftigen Bundesregierung fordert. Sollten andere Bundesländer nicht in der Lage sein, diese Aktion entsprechend erfolgreich umzusetzen, stehe das Land Steiermark gerne zur Verfügung, deren unverbrauchtes Kontingent zu übernehmen.

 

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