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Land richtet Anlaufstelle für Missbrauchsopfer ein

Schrittwieser beauftragt Arbeitsgruppe mit Bildung einer Kommission

27. August 2010

In Absprache mit Landeshauptmann Franz Voves wird auch das Land Steiermark eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer in nicht-kirchlichen Einrichtungen installieren, teilt Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser mit. Vorerst sind bereits fünf Verdachtsfälle über den Weißen Ring in Wien an das Land Steiermark gemeldet worden. „Wie in anderen Bundesländern auch wird es hier bedauerlicherweise sich nur um die Spitze des Eisberges handeln. Daher wollen wir betroffenen Menschen die Möglichkeit geben, sich bei einer eigenen Stelle in der Steiermark - unter Wahrung größter Vertraulichkeit - melden zu können und ihnen Unterstützung anzubieten", berichtet Schrittwieser.


Vorerst wird diese Anlaufstelle vom psychologisch-therapeutischen Dienst der Sozialabteilung betreut werden, wohin sich Menschen wenden können, die in den vergangenen Jahrzehnten in nicht-kirchlichen Einrichtungen zum Opfer von Missbrauch geworden sind. Erreichbar ist diese Stelle von Montag bis Freitag zwischen 09.00 Uhr und 15.00 Uhr unter der Grazer Telefonnummer 0316/877-6363 bzw. unter der E-Mail-Adresse fa11a-ptd@stmk.gv.at.

„Gleichzeitig habe ich der Sozialabteilung den Auftrag gegeben, unverzüglich eine Arbeitsgruppe einzurichten, die in Anlehnung an das Tiroler Modell Vorschläge über mögliche Hilfestellungen für Missbrauchsopfer erstellen soll", so Schrittwieser. In dieser Arbeitsgruppe sollen sämtliche Stellen mitwirken, die eventuell davon betroffen sein könnten, dass es in ihren Einrichtungen in der Vergangenheit zu Missbrauchsfällen gekommen ist. Überdies hat sie auch noch die Aufgabe, eine unabhängige und weisungsfreie Kommission zu bilden, die in Zukunft als Anlaufstelle dienen soll, jeden eingegangenen Einzelfall bearbeitet und über die weitere Vorgangsweise entscheidet.


Rückfragehinweis: Büro LHStv. Siegfried Schrittwieser, Tel. 0316-8773401 

 

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